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Schweizerische HIV Kohortenstudie (SHCS): Im Dienste der Menschen mit HIV und Aids

Seit 30 Jahren setzt sich die Schweizerische HIV-Kohortenstudie (SHCS) für Menschen mit HIV und Aids ein und hat in dieser Zeit über 19'700 Menschen (Stand Ende 2016) begleitet. Das sind rund zwei Drittel aller beim BAG gemeldeten HIV-Fälle. Fünf Universitätsspitäler (Zürich, Basel, Bern, Lausanne, Genf), zwei Regionalzentren (St. Gallen, Lugano) und weitere Spitäler und Privatpraxen sind an der Kohorte beteiligt. Der Beitritt ist freiwillig.

93 Prozent der in der Kohorte eingeschlossenen HIV-positiven Menschen werden medikamentös behandelt und bei über 90 Prozent wird eine optimale Therapieantwort erzielt. Durch den Therapieerfolg tritt Aids kaum noch auf und die Übertragung von HIV auf Dritte wurde stark reduziert. Lesen Sie auch mehr zum Thema U=U (Undetectable = Untransmittable) hier.

In der SHCS arbeiten spezialisierte Infektiologen und weitere Fachärzte mit umfassendem Know How eng zusammen. Sie erweitern ihr Wissen laufend, geben es an jüngere Kollegen weiter und tauschen sich weltweit aus. Viel Wert wird auch auf die Zusammenarbeit mit Grundlagenwissenschaftlern aus Universitäten und Technischen Hochschulen gelegt, um modernste Methoden in die Erforschung der HIV-Infektion einfliessen zu lassen. Zudem erlaubt die Infrastruktur der Kohorte eine schnelle Reaktion auf neue Erkenntnisse und die Durchführung weiterer Studien. So können beispielsweise in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Teams wichtige Begleiterkrankungen wie Hepatitis C oder kardiovaskuläre Erkrankungen erforscht werden. Weltweit verfügt die Schweiz über eine der besten Kohorten überhaupt.

Die Schweizerische HIV-Kohortenstudie

  • betreibt ein weltweit einzigartiges Betreuungs- und Forschungsnetzwerk und nimmt mit über 1‘000 Publikationen eine wichtige Rolle in der internationalen HIV-Forschung ein
  • verbessert laufend den Behandlungsstandard für Menschen mit HIV in der Schweiz
  • entwickelt gezielte Forschungsprojekte mit dem Ziel Therapien zu individualisieren oder das Verständnis von Wechselwirkungen zwischen dem HI-Virus und dem menschlichen Organismus zu verbessern
  • stellt die nötige Forschungsinfrastruktur für eine effiziente Umsetzung von Forschungsprojekten bereit
  • lanciert jährlich 20-30 eigene Forschungsprojekte und nimmt aktiv an internationalen Projekten teil.

Die SHCS wird seit 2000 durch Forschungsgelder des Schweizerischen Nationalfonds unterstützt, ist aber auf Spenden von privater Seite und von Firmen angewiesen. Jede Spende fliesst direkt in die HIV-Forschung.

Erfahren Sie mehr auf www.shcs.ch