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Stonewall & Pride – die Geschichte

Die LGBTIQ Bewegung hat einen weiten Weg zurückgelegt: Vor 50 Jahren lehnten sich die ersten Homosexuellen- und Transgender-Gruppierungen lautstark gegen ihre Unterdrückung auf. Vor der «Stonewall Inn» Bar in New York wurde damals mit Krawallen der Grundstein für eine weltweite
Bewegung gelegt, die bis heute andauert: An der «Zurich Pride» feiern die Menschen auch in diesem Jahr die Diversität und demonstrieren für die rechtliche Gleichstellung von nicht heterosexuellen Menschen. Bis in die 1960er-Jahre waren Polizeirazzien in Schwulenbars und Nachtclubs an der Tagesordnung. In der Nacht vom 27. Juni 1969 widersetzten sich erstmals Gäste der «Stonewall Inn» Bar in der Christopher Street in New York den Razzien: Insgesamt 6 Tage dauerten die Proteste und Demonstrationen von Schwulen, Lesben und Trans-Menschen. Die Tage im Juni 1969 wurden von da an als Wendepunkt in der Geschichte der Diskriminierung gefeiert.

HIV – Die «Schwulenpest»
Doch die erhoffte Gleichstellung wurde Anfang der 80-er Jahren empfindlich gestört: Die ersten HIV-Fälle wurden bekannt. Da anfangs vor allem homosexuelle Männer erkennbar davon betroffen waren, war schnell von der «Schwulenpest» die Rede. Die unheimliche Krankheit nährte alle schwulenfeindlichen Ressentiments. Die Diskriminierung der Homosexuellen, und in der Folge davon auch die Stigmatisierung der von HIV- und AIDS-Betroffenen, bekam wieder Aufwind.

Ausgrenzung und Diskriminierung
Ausgrenzung und Diskriminierung ist auch 2019 immer noch Thema: Nicht nur bei den von HIV-Betroffenen. Homosexuelle, Bisexuelle, Transexuelle, Intersexuelle und Queers – alle haben auch heute noch mit Hass und Spott zu kämpfen. Gemäss neusten Meldungen und Medienberichten nehmen diese sogar zu.
Für die rechtliche Gleichstellung und mehr Akzeptanz werden am 15. Juni 2019 an der «Zurich Pride» wieder mehrere 10’000 Menschen auf die Strassen gehen. Prominent zum ersten Mal auf dem Sechseläutenplatz und in der Stadthausanlage in Zürich. Das Motto: «Strong in Diversity». Alle sind herzlich willkommen.

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